Produktgruppe
Starre Wellenkupplungen verbinden zwei genau fluchtende Wellen drehstarr und ohne Spiel, wie eine durchgehende Welle. Bei den RINGFEDER-Wellenkupplungen WK 5071 und WK 5091 wird eine Hülse über beide Wellenenden geschoben und mit zwei Schrumpfscheiben reibschlüssig verspannt – ohne Passfeder und ohne Erwärmen, für Wellen von 15 bis 420 mm und Drehmomente bis 1,94 Mio. Nm.

Baureihen


Die Hülse sitzt über den beiden Wellenenden, die sich in der Mitte gegenüberstehen. Auf jedem Ende der Hülse sitzt eine dreiteilige Schrumpfscheibe. Werden ihre Spannschrauben angezogen, pressen die Druckringe die Hülse auf die Welle. Das Drehmoment geht über die Fügeflächen von der einen Welle in die Hülse und weiter in die andere Welle. Nach dem Lösen der Schrauben ist die Verbindung wieder frei, Welle und Hülse bleiben unbeschädigt.
Weil die Kupplung starr ist, gleicht sie keinen Winkel-, Radial- oder Axialversatz aus. Die Wellen müssen genau fluchten und so gelagert sein, dass keine Zwangskräfte entstehen.
| WK 5071 | WK 5091 | |
|---|---|---|
| Ausführung | Standardbaureihe für hohe Drehmomente | schwere Baureihe für höchste Drehmomente |
| Baugrößen | 37 | 25 |
| Wellendurchmesser dw | 15 bis 420 mm | 85 bis 420 mm |
| Drehmoment T | 110 Nm bis 1,455 Mio. Nm | 15.000 Nm bis 1,94 Mio. Nm |
| Axialkraft Fax | 20 bis 6.930 kN | 355 bis 9.250 kN |
| Außendurchmesser D | 46 bis 850 mm | 215 bis 850 mm |
Bei gleichem Wellendurchmesser überträgt die WK 5091 mehr Drehmoment, zum Beispiel bei dw = 90 mm 17.500 Nm statt 13.100 Nm. Für unterschiedliche Wellendurchmesser gibt es gestufte Ausführungen.

Das Foto zeigt eine Wellenkupplung WK 5091 an einem Hydraulikmotor mit Drehmomentstütze. Die Hülse hat d = 165 mm, die Welle dw = 120 mm. Gespannt wird sie mit zwei Schrumpfscheiben der schweren Baureihe RfN 4091. Das Reaktionsmoment des Motors nimmt eine Drehmomentstütze auf.
Auch die Flanschkupplung TNF 5571 verbindet zwei Wellen starr über Schrumpfscheiben. Bei ihr sitzt auf jeder Welle eine eigene Flanschhälfte, die beiden Flansche werden miteinander verschraubt. Die TNF reicht bis 540 mm Wellendurchmesser und 2 Mio. Nm. Die WK mit durchgehender Hülse baut schlanker. Welche Bauform passt, hängt von Einbauraum, Montage und Drehmoment ab.
Muss die Kupplung Wellenversatz ausgleichen, sind drehstarre, aber nachgiebige Bauarten wie Stahllamellenkupplungen oder Zahnkupplungen die bessere Wahl.
Nein. Sie verbindet die Wellen wie eine durchgehende Welle. Die Wellen müssen genau fluchten; bei Versatz sind Stahllamellen- oder Zahnkupplungen besser geeignet.
Die Tabellenwerte der WK gelten für Passungen von H6/j6 bei kleinen bis H7/g6 bei großen Wellendurchmessern und eine Rauheit von Ra ≤ 3,2 μm. Die genauen Werte stehen auf den Baureihen-Seiten.
Ja, mit einer gestuften Wellenkupplung. Nennen Sie uns beide Wellendurchmesser und das Drehmoment.
Baureihe, Hülsendurchmesser d und Wellendurchmesser dw, zum Beispiel WK 5071, d = 390 mm, dw = 320 mm. Alternativ genügen Wellendurchmesser und Drehmoment, dann wählen wir die Größe aus.
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